Narzissmus

Narzissmus

Das Thema Narzissmus lässt mich nicht in Ruhe, und da es zur Zeit sehr leidenschaftlich unter dem populären Titel toxischer Beziehungen diskutiert wird, also vor allem aus der Perspektive von Menschen, die unter einem narzisstischen Partner leiden, möchte ich hier einmal aus Lacan’scher Perspektive darstellen, was es mit Narzissmus auf sich hat und was er für Narzissten selbst bedeutet.

Dazu ist es notwendig, sich mit den psychogenetischen Voraussetzungen, also der frühkindlichen Entwicklung zu beschäftigen, deren kritischer Knotenpunkt das Spiegelstadium darstellt.

Das Spiegelstadium (nach Lacan)

Das Kleinkind, bevor es eine Ahnung von sich selbst hat, entdeckt, so im Alter zwischen 6 und 18 Monaten, sich selbst in seinem Spiegelbild. Hält man ein Kind in diesem Alter vor einen Spiegel, so wird es ganz aufgeregt auf sein Spiegelbild reagieren.

Diese empirische Beobachtung wird mit der Metapher des „Spiegelstadiums“ beschrieben. Das Spiegelstadium ist die Ur-Erfahrung des sich bildenden Selbstbewusstseins, des psychischen Apparats.

Diese Entdeckung Lacans zeigt, dass man sich die Entwicklung des psychischen Apparats beim Kind nicht so vorstellen kann, als wäre da eine Art Knospe oder Kern, aus der oder dem dann alles so nach und nach heraus sprießt oder irgendwie emaniert. Nein! Die ursprüngliche Wahrnehmung von „Ich“ kommt von außen – aus dem Spiegel. Aus dem anderen im Spiegel.1
Lacan schreibt: „So ist, und dies ist ein wesentlicher Punkt, die erste Wirkung der Imago, die beim menschlichen Wesen erscheint, eine Wirkung der Entfremdung des Subjekts. Es ist der andere, in dem sich das Subjekt identifiziert und sogar allererst erfährt.“ (Lacan, Schriften III, S. 158f.)

Das Wunderbare am Schema des Spiegelstadiums ist seine Einfachheit. Ich brauche nur drei Elemente zur Visualisierung: (französisch) Je (vor dem Spiegel)und moi (im Spiegel)2, durch den Spiegel getrennt, um mir aufgrund der dadurch zur Verfügung stehenden logischen und relationalen Konstellationen die denkbaren Möglichkeiten des Subjekts vorzustellen. Dieses schlichte Gerüst, zeigt klar, welche Möglichkeiten es gibt – und welche nicht.

Das Spiegelstadium ist aber nicht einfach nur Reflexion, sondern der Ursprung der Selbstreflexion.
Denn es gibt darin noch einen Dritten, der dieser Szene beiwohnt: Der groß Andere (z.B. die Mutter, die das Kind vor den Spiegel hält) ist der archimedische Punkt: der Punkt außerhalb (dieser dualen, fixierenden Spiegelsituation), der dem Subjekt die Möglichkeit gibt, die Fixierung im Spiegelstadium aus den Angeln zu heben:

Derjenige, der das Kind vor dem Spiegel hält, oder jedenfalls anwesend ist, und zu dem sich das Kind wendet, um von ihm bestätigt zu bekommen: „Ja, das bist du, dort in dem Spiegel.“ Woanders, getrennt von dir. Mit diesem ursprünglichen Mangel wirst du klar kommen müssen. Indem diese Trennung bezeugt wird durch einen Dritten (groß Anderer), werden überhaupt alle anderen als andere wahrnehmbar.

Der groß Andere ist derjenige, von dem aus das Subjekt die Frage nach seiner Existenz an sich richten kann: Was bin ich? Mit groß A beginnt die Artikulation, die Selbstreflektion. Ohne groß A bliebe es bei distanz- oder orientierungsloser Reflektion des immer gleichen Spiegelbilds.  (vgl. Lacan Schriften II, S. 82) Es bliebe seinem Spiegel-Ich völlig ausgeliefert. Durch den bezeugenden Blick des groß Anderen wird das Subjekt als durch den klein anderen präsentiert, repräsentiert. Nun kann es sich positionieren.

Somit ist das Spiegelstadium der Ursprung jeder Art von Sozialität, der Fähigkeit zwischen sich selbst und den anderen zu unterscheiden, mit allen Implikationen sozialer Interaktivität, der Anerkennung des anderen als anderen usw.

Bei allen späteren Begegnungen mit einem Du spielen aber auch diese frühkindlichen Relationen mit rein, die in stärkerer oder schwächerer Ausprägung immer durchschimmern: Idealisierung, Identifikation, Rivalität, Neid, Begehren und Feindseligkeit.

Das Spiegelstadium ist so grundlegend, so fundamental! – es ist die Bedingung des Subjekts, die Matrix für alle Objektbeziehungen, die auf der Palette der Gefühle sozusagen überhaupt logisch möglich sind.

Wir haben also das Je (das später das sprechende, gespaltene Ich sein wird) und das moi, das phantasmatische Spiegel-Ich.

Je, vor dem Spiegel braucht ein moi im Spiegel, um das Phantasma der eigenen Ganzheit zu bekommen (= gesunder Narzissmus)

Moi ist die (perfekte) (Re)präsentation von Je.

Moi, das phantasmatische Spiegel-Ich ist perfekt: Je/Ich sieht darin eine Ganzheit, die es anders an sich selbst nicht wahrnehmen kann. Es sieht da, vorne im Spiegel sich selbst in seiner ganzen Pracht: In einer prächtigen Ganzheit – mit dieser phantasierten Perfektion identifiziert es sich. Das ist das Selbstbild.

Das Spiegelstadium ist deshalb enorm wichtig, weil es gemäß dieser einfachen relationalen Konstellation die Grundvoraussetzung für das Selbstbewusstsein ist. Ich bin ein anderer (der im Spiegel). Was ich bin, kommt von außen (vom Spiegel).
Der groß Andere hat diese Trennung zu beglaubigen, mit allen Konsequenzen – dass wir nie ganz das sind, was wir sind; dass wir begehren (nämlich das verloren gegangene/immer schon (im Spiegel) verlorene Objekt klein a) usw.

Man kann sich gut vorstellen, wie problematisch es wird, wenn hier, im Spiegelstadium, etwas nicht klappt, etwas schiefgeht.

Narzissmus

Wie dem auch sei, das Subjekt findet in diesem verfälschten Bild seines Körpers das Paradigma für all die Formen von Ähnlichkeit, die nun auf alle Objekte einen Hauch von Feindseligkeit übertragen, weil sie auf sie die Verwandlung des narzißtischen Bilds projizieren, das ausgehend von dem Jubel, der seine Begegnung im Spiegel begleitet, im Zusammenstoß mit seinesgleichen zum Sammelbecken für die allerintimste Aggressivität wird. (Lacan, Schriften II, S. 184)

Versagt nämlich dieser groß Andere, versagt die Instanz des groß Anderen, dann kommt es zu Verwechslungen zwischen mir (Je) und dem anderen (moi).

Wenn diese Trennung nicht da ist, nicht bezeugt ist, dann werde ich von dem Spiegel-Ich immer verlangen, meine eigene Perfektion zu bestätigen und zu bekräftigen. Weil ich gar keine andere Wahl habe. Weil es nur dieses moi, diese perfekte Illusion gibt, die meine Unversehrtheit schützen kann, bzw. aus der ich die Vergewisserung erhalte, dass es mich/Je überhaupt gibt. Weil ich/Je ja nie gelernt habe, dass ich/Je unabhängig vom Spiegelbild/moi existiere.

Aber diese narzisstische Liebe hat eine Kehrseite, die aus dem Verlust an den „anderen“ im Spiegel, diesen perfekten anderen resultiert, und deshalb beschreibt Lacan das Spiegelstadium auch als Drama: „Am Ursprung, vor der Sprache, existiert das Begehren nur auf der einzigen Ebene der imaginären Beziehung des Spiegelstadiums, projiziert, entfremdet im andern. Die Spannung, die es erzeugt, ist dann jeden Auswegs beraubt. Das heißt, sie hat keinen anderen Ausweg – wie Hegel uns lehrt – als die Zerstörung des andern.“ (Lacan: Seminar I, S. 218)

Ich spiele jetzt anhand dieser einfachen Spiegel-Konstellation durch, was am Verhalten narzisstischer Menschen immer so angeprangert wird: Wenn nämlich diese schmerzhafte Einsicht in die eigene Gespaltenheit, in die eigene Nicht-Ganzheit, die aus der Trennung vom Spiegelbild resultiert, und die von einem Dritten, groß A, bezeugt ist, nicht vollzogen wird, dann verharrt das Subjekt in einem sehr unausgewogenen, uneindeutigen, changierenden Tanz zwischen sich(Je) und moi (phantasiertes Spiegel-Ich), zwischen Je und seiner Selbst(re)präsentation, seinem Selbstbild. An diese Stelle des an sich (ungefestigten) Spiegelbilds rücken nun alle tatsächlich anderen und vermischen sich mit dem Phantasma des Subjekts, dem diese ursprünglich zu vollziehende Trennung nicht richtig gelang.

Ich lasse mich von dem Spiegel-Schema leiten, da auf diese Weise nicht nur deutlich wird, was eine Beziehung zu einem Narzissten so schwierig macht, sondern vor allem auch, was Narzissmus für den Betroffenen selbst bedeuten mag:

Was sucht der Narzisst im anderen? Immer sich selbst!

(Wer also selbst in einer Beziehung zu einem Narzissten steckt, der kann sich an der Stelle von moi finden.)

  • Je, ich sehe in moi/dem anderen (die Illusion) meine(r) Unversehrtheit/Perfektion
  • Je, ich sehe mich in moi, der mich bestätigen / mir zuarbeiten / mich ex-sistieren lassen soll.
  • Kann ich/Je mich in moi/den anderen einfühlen (Empathie)? Absurde Idee! – Denn da ist ja nur Ich/Je!
  • Ich/Je bin in diesem moi/dem anderen fixiert, verhaftet und fasziniert.
    Darin bin Je/ich angewiesen auf moi/den anderen.
  • Dann darf moi sich nicht bewegen, weil das mich/Je bedroht.
  • Ich muss moi unterwerfen/vernichten, um ich/Je bleiben zu können.
    Grundlegend: Kontrolle! Was das Kind vor dem Spiegel lernt ist, dass es die Bewegungen seines Spiegelbilds (moi) dirigiert und kontrolliert.
  • Moi/ der andere darf aber z.B. nicht krank werden! Darf nicht! Das ignoriere ich/Je! Oder aber ich selbst bin krank und leidend!
    Wenn moi/der andere krank/leidend/verletzt ist, wie geht es dann mir/Je? Dann geht es entweder mir mindestens genauso schlecht oder aber moi kann es gar nicht schlecht gehen, weil/damit ich perfekt/unversehrt bin/bleibe.
  • Moi darf auch nicht Mittelpunkt werden! Da bin ich/Je! Der andere ist nur Reflex.
  • Gleichzeitig liegt alle Verantwortung bei moi/dem anderen, damit ich/Je sein kann. Natürlich!, denn ich/je (be)ziehe alles, was ich bin, aus moi/dem anderen.
  • Moi ist immer schuld! (Schuldumkehr kommt also aus dem Verkennen / Verwechseln von Je und moi)
  • Moi sagt: „Du bist gemein!“ Je antwortet: „Nein, Du (moi) bist gemein!“, weil ich/Je ja alles nur aus moi heraus bin – Ich kann deine Wut nur spiegeln. Ich muss deine Wut spiegeln, und außerdem gleichzeitig besser (hier also: wütender) sein.
  • Je/Ich wertet moi/den anderen ab bei Kritik/Hinterfragen, weil das ein Angriff ist, oder weil auf diese Weise der Angriff marginalisiert werden kann – es geht ja immer aufs Ganze! Da muss mit Kanonen geschossen werden. Es kann nur Eskalation geben – Ich kann doch vor meinem Spiegelbild nicht in die Knie gehen! Oder nach Deeskalation suchen. Wenn Je bedroht werde, dann geht es um die Existenz, dann muss der Spiegel lügen und das erzeugt Wut.
    Abwertung des anderen ist ein Substitut für ausbleibendes oder unzureichendes Lob von ihm, denn auch Abwertung bestätigt die eigene Überlegenheit.
  • Öffentliches Schlechtmachen: misslingender Versuch, andere/den Anderen dazu zu bringen, durch Zustimmung Je zu schützen/zu stärken.
  • Zugleich labiles und überzogenes Selbstwertgefühl: Kein groß A als Korrektor und Stütze.
    Ohne groß A kann das Subjekt gar nicht wissen, auf welcher Seite (des Spiegels) es ist
  • Je ist dann süchtig nach allem, was es (wieder) perfekt macht. Diese Unversehrtheit gilt es ja zu schützen.

Diese Liste ist rein experimentell, sie kann fortgesetzt und korrigiert werden. Dennoch scheint sie mir einen ersten Einblick geben zu können, in den Gefühls- oder Erlebensrahmen einer narzisstischen Persönlichkeit.

Vielleicht hilft das auch zu begreifen, warum es aussichtslos ist, wenn man an den Narzissten appelliert, er möge sich doch mal in einen hineinversetzen, Mitgefühl haben usw.: Ja, wie denn? In was denn? Wenn da immer nur das eigene Spiegelbild ist?
Man kann vielleicht die Hilflosigkeit erahnen, das Nicht-Ermessen-können, was eigentlich von ihm verlangt wird, in die der Narzisst bei solchen Fragen hinein geraten muss.

Aus der Perspektive des Narzissten mag es sehr wohl ziemlich bedrohlich wirken, wenn das eigene Spiegelbild selbständig agiert, sich verändert, auf Eigenständigkeit und Anerkennung pocht.

Und was hat das alles mit Zeichen zu tun?

Auf den ersten Blick wenig, dem zweiten, semiotischen Blick muss ich mal einen eigenen Blog-Beitrag widmen. Hier nur so viel:

Weiter oben schreibe ich, mit groß A beginne die Artikulation. Damit will ich sagen: Auch die Sprache (bei Lacan immer genauer: die Signifikanten) ist nicht etwas, das sich allmählich aus dem Subjekt heraus bildet, sondern das Subjekt ist immer schon eingebettet in ein Meer aus Zeichen, Lacan schreibt, dass das Subjekt schon von jeher im Symbolischen gleichsam bade (vgl.: Lacan: Seminar IV, S. 214) – bis zum Spiegelstadium hat es nur keine Ahnung davon.

Der Dritte (z.B. die Mutter), die der Spiegelszene beiwohnt, an den sich das Kind wendet, um von diesem die Bestätigung zu bekommen: „Ja, das bist du – und du erkennst dich dort im anderen“, dieser Dritte als Zeuge ermöglicht es dem Kind, zu der erlebten Spiegelung eine gewisse Distanz zu bekommen. Also: diese Spiegelrelation eben als Relation zu begreifen. Und das ist der Grundstein zur Selbstreflexion, zur Bildung des Selbstbewusstseins, das dem Kind ermöglicht, zwischen sich und anderen zu unterscheiden und das zu reflektieren. Durch dieses Getrenntsein von seinem Spiegel-Ich erfährt das Kind eine erste Intuition von „Ich“ und „Nicht-Ich“, von Sein und Nicht-Sein. Und genau diese Distanz, die Distanzierung vom bloßen an-sich-Sein bedeutet das Eintauchen in das Universum der Symbole, der symbolischen Ordnung, der Zeichen und der Sprache. Erst das Auftauchen des Nicht-Ich macht die Frage des Subjekts nach seiner Existenz möglich: Was bin ich? Das ist die Frage, das ist die Artikulation. Lacan schreibt:

Im Narzissmus, so würde ich in einer ersten Näherung sagen, gibt es im Spiel zwischen der imaginären Verhaftung im phantasmatischen Spiegel-Bild und der reflektierenden, distanzierenden Symbolisierung eine starke Gewichtung des Bildes: denn um dieses phantasmatische Ebenbild kreist ja die gesamte Aufmerksamkeit des Narzissten. Die anderen (Dritte) tendieren in Bezug auf ihn dazu, ihre Autonomie zu verlieren und nur noch eine stärkende Funktion für das Selbstbild des Narzissten zu sein.

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  1. Das Spiegelstadium ist eine Metapher. Die Frage, ob blinde Kinder es durchleben können, lässt sich z.B. mit Verweis auf Echo (im Mythos von Narziss) bejahen: Es geht nur um ein erstes, anderes „Außerhalb“, egal ob das visuell oder akustisch oder durch eine andere Sinneswahrnehmung vermittelt erscheint. ↩︎
  2. Es gibt immer wieder Diskussionen darum, was nun das Subjekt sei, das Je oder das moi – ich möchte dieser Diskussion hier ausweichen, weil sie hier irrelevant ist: Es geht mir in unserem Zusammenhang wesentlich nur um diese problematische Spaltung, diese Trennung von Ich und Spiegelbild – und um diese Spaltung auszudrücken, nehme ich eben die Ausdrücke Je und moi. ↩︎


Nachtrag, 20. Januar 2026
anlässlich des Weltgeschehens unter Trump

Wie schwer es fällt, zu verstehen, wie unbedingt destruktiv, empathielos, rücksichts- und skrupellos ein Narzisst ist, zu erkennen, dass es keine Hoffnung auf Freundschaft oder Fairness gibt, sieht man eindrücklich an einem Essay in der SZ vom 20. Januar 2026, der – nach all den Monaten der zweiten Amtszeit von Trump, nach jedem Verrat und jedem Verbrechen, nach jeder Aggression, den fortwährenden Lügen, Beleidigungen, Demütigungen! –immer noch fassungslos feststellt: „Wir sind ihm scheißegal“. (Süeddeutsche Zeitung, 20.1.2026. Essay von K. Kister)

Was wir nicht zu fassen scheinen, ist, dass der Narzisst Gesetze und Regeln, jegliche Art von Übereinkunft fortwährend bricht oder missachtet, weil er die symbolische Ordnung nie erreicht, nie verinnerlicht hat. Hier klafft ein Loch. All unsere Impulse: „Das kann, das wird er doch nicht wirklich tun!? So weit wird er doch nicht gehen!?“, weil er damit grundlegende Regeln des Miteinanders verletzten würde, stoßen – für uns unbegreiflicherweise – einfach auf keine Resonanz.

Seine Destruktivität kennt keine Grenzen.

Und er wird sich auch nicht ändern können, weil er nicht begreifen kann, dass er es sollte. Da ist nichts, da antwortet in ihm nichts, wenn an so etwas wie Gewissen, Moral, Pflicht oder Würde appelliert wird.

Wie alle Partner in einer Beziehung mit einem Narzissten, müssen wir begreifen, dass unsere Appelle an die grundlegendsten Regeln der Menschlichkeit und des zivilisierten Miteinanders an seinem Narzissmus immer scheitern müssen. Und in dem speziellen Fall von Trump sollte man bedenken, dass er, in all seiner unheilvollen Machtfülle, nie Politik betreibt, sondern ausschließlich das zerstörerische Spiel des Narzissten spielt; alles was er macht, macht er allein in Hinblick auf sich selbst, höchstpersönlich. Weil er nichts anderes kennt, weil er von nichts anderem weiß. Weswegen es zwecklos ist, ihn in den Dimensionen des Politischen erreichen zu wollen.


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